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Jugendkartslalom 2017

Mit 50 Sachen über den Asphalt zu sausen, das ist wohl der Kindertraum schlechthin. Das muss auch für viele ein Traum bleiben, denn der Motorsport ist teuer. Alleine eine Kartsaison kann über 100 000 Euro verschlingen. Wer das Geld hat, der kann mit etwas Glück in die Fußstapfen von Schumacher und Vettel treten. Jugend-Kartslalom ist die günstigere Alternative. Die Fahrzeuge werden von den Motorsportvereinen gestellt und müssen nicht selbst gekauft werden, wie es im normalen Rennsport üblich ist. Auch die Startgebühren werden von den Vereinen getragen.


(Bild: Neu)

Deshalb hat Jugend-Kartslalom nicht viel mit dem „echten“ Kartsport gemein. Der Unterschied ist schon direkt an der Strecke spürbar: Der Meisterschaftslauf wird auf einem Parkplatz ausgetragen, es gibt keinen Konkurrenzkampf zwischen den Sportlern. Die jungen Fahrer kommen in Begleitung ihrer Eltern zum Wettkampf.

Allgemein ist die Stimmung zwischen den Vereinen gelöst, man kennt sich von den Rennwochenenden, die man gemeinsam verbringt. Einige reisen mit dem Wohnmobil an. Jugend-Kartslalom ist ein Familiensport. Alle, die mitkommen, sind davon begeistert und bekommen leuchtende Augen, wenn sie von „ihrem“ Sport erzählen dürfen.


(Bild: Sascha Lotz)

So auch Alfred Guichard, Vorsitzender des MSC Zwingenberg. Er ist Gründungsmitglied des Vereins und hat schon beim ersten Wettkampf in Zwingenberg mitgewirkt, damals noch als zweiter Schriftführer. Das war vor 28 Jahren. Gut erinnert er sich noch an den 25. Jubiläumslauf in Zwingenberg. „Damals fuhren der Landrat und der Bürgermeister gegeneinander“, erzählt er, „Der Landrat ist gut gefahren und hat sogar gewonnen.“

Zwingenberger nutzen Heimvorteil

So gut lief es auch am Sonntag für den Zwingenberger Nachwuchs beim diesjährigen siebten Lauf der Hessenmeisterschaft auf dem Melibokus-Zentralparkplatz. Als um die Mittagszeit der erste Startschuss fiel, ahnte keiner, dass die Jugend des MSC den Heimvorteil voll ausfahren konnte. Bei besten Bedingungen fuhr direkt im ersten Durchgang Christian Gerisch mit zwei Sekunden Vorsprung auf den ersten Platz in seiner Altersklasse. Auch Vereinskollege Mirko Schöber sicherte sich den vorläufigen ersten Rang und die Tagesbestzeit der männlichen Jugend. Dennoch musste er sich am Ende mit Platz zwei zufriedengeben.

Nach einer kurzen Regenpause im dritten Durchlauf fuhren schließlich gleich drei Zwingenberger auf Platz eins. „Wir sind voll zufrieden mit dem heutigen Ergebnis, das Wetter hat auch mitgespielt, besser kann es nicht sein.“, fasst Guichard den Wettkampf zusammen.

Nächstes Jahr steht zum 30. Mal ein Hessenmeisterschaftslauf in Zwingenberg an. „Mal sehen, was wir dann Besonderes machen“, blickt stellvertretende Bürgermeisterin Karin Rettig voraus.

Rund um den Kartslalom

Gewertet werden bei einem Hessenmeisterschaftswettkampf im Jugend-Kartslalom die zwei besten Zeiten von drei Durchgängen. Die Strecken haben keine feste Länge – als Richtwert wird eine Streckenzeit von 38 Sekunden gesetzt. Die Gewinner des gastgebenden MSC Zwingenberg am Sonntag waren Jonas Gerhard (14 Jahre), Jakob Gerisch (10), David Wagner (8). Der jüngste Teilnehmer war in diesem Lauf fünf Jahre alt.

(Autor: Jan Schiebeck)
© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 28.06.2017,
https://www.morgenweb.de

Jahreshauptversammlung, 24.03.2017

Motorsportler arbeiten sich mit Tempo durch die Tagesordnung

Die Männer vom Motor-Sport-Club Zwingenberg waren bei ihrer Jahreshauptversammlung mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs: Keine 40 Minuten dauerte es, bis alles Tagesordnungspunkte der Sitzung abgearbeitet waren. Rückblick, Ausblick, Kassenbericht, Vorstandswahlen – ohne unnötigen „Boxenstopp“ hakten die anwesenden 15 Mitglieder alle Themen ab.

Die Wahlen des neuen Vorstandes bestätigten das alte Team in Amt und Würden. Alfred Guichard (1. Vorsitzender) und Kurt Veverka (2. Vorsitzender), die dem Club seit 1995 vorstehen, bleiben an der Spitze des MSC. Das Führungsduo wurde einstimmig in seinen Funktionen bestätigt. „Glückwunsch zu zwei weiteren Jahren viel Arbeit“, gratulierte Wahlleiter Waldemar Arndt mit einem Augenzwinkern den beiden MSC-Chefs.

Noch länger als Alfred Guichard und Veverka, nämlich seit 1991, bekleidet Klaus Arndt den Posten des 1. Rechners. Dass Klaus Arndt eine gewisse Routine und dadurch Tempo bei der Vorstellung des Zahlenwerks besitzt, war nicht verwunderlich. Der Kassenbericht des Schatzmeisters aus Zwingenberg dürfte auf einen Bierdeckel gepasst haben. So geht Kassenführung heute. Den Barbestand, weiteres Vermögen liegt auf Bankkonten, hatte Arndt sogar dabei: „10 Euro 16 Cent. Wenn jemand nachzählen möchte?“ Wollte niemand.

Die weiteren Vorstandsjobs blieben allesamt in bewährten Händen: Steve Dittrich (2. Rechner), Wolfgang Dittrich (Schriftführer), Heinz Juretzka (2. Schriftführer), Lars Gussmann (Jugendleiter und -trainer), Markus Guichard (Organisator) und Sven Künz (Beisitzer) wurden von der Versammlung einstimmig wiedergewählt.

Die Mitgliederzahl – 82 Personen, davon zehn unter 18 Jahren – wurde auf dem Vorjahresstand gehalten, wie Alfred Guichard bei seinem Bericht mitteilte. Die Aktivitäten des MSC waren 2016 erneut breit gestreut. Der Verein brachte sich bei verschiedenen Gelegenheiten in das Veranstaltungsprogramm des Gemeinwesens ein. Die Teilnahme am städtischen Neujahresempfang stand ebenso auf der Liste wie der Besuch der Prunksitzung des Karnevalsvereins Narhalla. Lars Gussmann beteiligte sich mit seiner MSC-Jugend am städtischen Frühjahrsputz beziehungsweise der Müllsammelaktion. Beim Kerwe-Umzug und beim Vereinspokalschießen der Privilegierten Schützengesellschaft Zwingenberg waren der MSC ebenfalls am Start – beim Schießen allerdings mit mäßigen Erfolg. „Das wird hoffentlich in diesem Jahr besser“, blickte Alfred Guichard mit gespielter Strenge in die Runde.

Der MSC beteiligte sich darüber hinaus an der Organisation der Durchfahrtskontrolle der vom Renn- und Touringclub Eberstadt (RTCE) ausgerichteten Nibelungenfahrt für Oldtimer in Zwingenberg und stellte Streckenposten für die von der Interessengemeinschaft Motorsport Schlierbachtal (IMS) ausgerichteten Nibelungenring-Rallye.

Sportlich lief es 2016 rund für den Motor-Sport-Club. Die jugendlichen Kart-Fahrer des Clubs räumten bei verschiedenen Rennen reihenweise Podiumsplätze ab. Das Heimrennen auf dem Parkplatz der Melibokushalle geriet zu einem wahren Triumphzug für den MSC:

Vier erste und zwei zweite Plätze räumten die Zwingenberger Sportler in ihrem „Wohnzimmer“ ab, obendrauf gab es noch den Sieg in der Mannschaftswertung. Der Tagesschnellste, Björn Rühl, kam bei diesem Event ebenfalls aus den MSC-Reihen. „Solch ein tolles Ergebnis haben die Fahrer des MSC seit Gründung der Jugend-Kart-Abteilung 1988 noch nie erzielt. Eine ganz tolle Leistung“, freute sich Alfred Guichard über die Resultat auf dem Heimkurs.

Auch 2017 wird ein Rennen der Jugend-Hessenmeisterschaften auf dem „Melibokusring“ ausgetragen. Am Wochenende 24./25. Juni werden die Kart-Motoren wieder dröhnen auf dem Parkplatz vor der Sporthalle.

Ob der MSC in diesem Jahr bei den Kerwe-Umzügen in Zwingenberg und Rodau aufschlagen wird, hängt im Wesentlichen von der Kreativität der Vereinsmitglieder ab. „Mit zwei Karts machen wir nicht mit“, eröffnete der MSC-Vorsitzende Alfred Guichard den Ideenwettbewerb für eine originelle Zugnummer.

In Sichtweite kommt für den MSC Zwingenberg der 50. Geburtstag. 2020 ist es soweit. Zeit, um sich langsam Gedanken über ein Programm für das Festjahr zu machen, schloss Alfred Guichard die Sitzung mit einem kurzen Ausblick auf das Jubiläum.

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 31.03.2017, Autor: Eric Horn
(Quelle: https://www.morgenweb.de/bergstraesser-anzeiger.html)